effi - das neue Klimahaus der LBS.
Entwickelt von
Experten der 81fünf high-tech und Holzbau AG
Was ist ein
Passivhaus?
Passivhäuser sind so gut
gedämmt, dass sie keine Heizungsanlage im klassischen
Sinn mehr brauchen.
Der Jahresheizwärmebedarf eines Passivhauses wird durch die
sehr gute Wärmedämmung auf umgerechnet 1,5 Liter Heizöl
pro Quadratmeter und Jahr gesenkt. Die Energie wird
überwiegend "passiv" bereitgestellt durch
Sonneneinstrahlung und die Abwärme von Personen und im
Gebäude vorhanden Geräte wie Herd, Kühlschrank oder
Waschmaschine. Die noch erforderliche geringe Nachheizung
erfolgt dann in der Regel über eine kontrollierte
Wohnungslüftungsanlage.
Die Bauweise weist
allerdings beim Wohnkomfort noch gewisse Schwächen aus.
Weiterentwicklung der
Bauweise
Aus unserer langjährigen
Passivhauserfahrung und den engen Kontakt mit unseren
Baufamilien haben wir unter Beteiligung unserer
Architekten, Holzbaubetriebe und Haustechniker die
Bauweise weiterentwickelt.
Dabei sind auch die
Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojektes mit der
TU Berlin mit eingeflossen. Hier steht Ihnen unter www.energiecomforthaus.de
auch ein Hausoptimierer zur Verfügung. Sie können anhand
ausgewählter 81fünf Haustypen ein Gebäude Ihrer Wahl
kreativ weiter bearbeiten und energetisch optimieren.
Verschiedene Elemente, wie beispielsweise Haustechnik und
Temperatureinstellungen, können frei gewählt und
ausprobiert werden. Ein Feedback zum Entwurf wird vom
Hausoptimierer anhand einer Wirtschaftlichkeitsberechnung
simultan erstellt.
effi - das neue
Klimahaus der LBS
Als erstes Vorhaben
dieser Bauart wurde aus unserem Partnerkreis ein
Wohngebäude in Bremen realisiert. Von der Bauherrin und
dem Bauherren war ein Gebäude mit zwei Wohneinheiten
gewünscht. Dabei sollte das Erdgeschoss eine großzügige
Verglasung zum vorhandenem Gartenbereich erhalten und eine
barrierefreie Nutzung ermöglichen.
Um dauerhaft niedrige
Energiekosten zu gewährleisten, sollte das Gebäude
möglichst als Passivhaus errichtet werden. Die größte
Herausforderung bestand darin, die gewünschte
großzügige Verglasung zum Garten mit dem
Passivhauskonzept in Einklang zu bringen, da bei
"klassischen" Passivhäusern zur Begrenzung der so genannten
Spitzenheizlast die Fensterflächen begrenzt werden
müssen, damit die Gebäude mit der Lüftungsanlage auch
an schattigen Tagen im Winter noch ausreichend beheizt
werden kann.
Beide Wünsche im
Einklang zu bringen erforderte eine gewisse
Weiterentwicklung des Passivhauskonzeptes.
Im Vergleich zum
Passivhaus wurde der erforderliche Jahresheizwärmebedarf
weiter abgesenkt. Dies gelang durch eine optimierte
Wärmedämmung. Außenwände und Fußböden haben eine
Dämmung von 30 bis 40 cm, das Dach eine Dämmung von bis
zu 50 cm Stärke. Die Spezialverglasung im Süden (U-Wert
von 0,5) fängt an sonnigen Wintertagen sehr viel Wärme
ein.
Die thermische
Solaranlage erwärmt das Brauchwasser und dient zur
Heizungsunterstützung. Insgesamt werden deutlich
über 50 % der benötigten Restwärme durch die
Solaranlage bereitgestellt.
Ökologie ist
Ökonomie
Die monatliche Belastung
für Heizung und Warmwasser beträgt bei einer Wohnfläche
von über 200 Quadratmeter nur noch 20 Euro.
Ökologie und
Wohngesundheit
Durch die verwendete
Holzrahmenbaukonstruktion mit Zellulosedämmung kamen für
die Rohbaukonstruktion so weit wie möglich nachwachsende
Rohstoffe zur Anwendung.
Das äußere
Erscheinungsbild kann bei allen effi-Häusern gemäß den
Wünschen der Baufamilien frei gestaltet werden. In diesem
Fall ist die Fassade durch die naturbelassene
Lärchenholzschalung geprägt. Als Dach kam ein Gründach
zum Einsatz. Der Innenausbau erfolgte ebenfalls mit
ökologischen und wohngesunden Materialien (Holzfußböden
oder Fliesen). Der in Teilbereichen aufgebrachte Lehmputz
sorgt für eine gute Feuchteregulierung und verbessert
damit das Raumklima.
Wohnkomfort
Die hocheffiziente
Komfortlüftungsanlage in jeder Wohnung sorgt rund um die
Uhr für frische Außenluft. Im Winter wird die Frischluft
durch den Wärmetauscher vorgewärmt. Im Sommer durch den
Erdwärmetauscher gekühlt. Die Lüftungsanlage sorgt
dabei auch für eine Energiegewinnung aus der Abluft. Für
1 kWh Strom werden dabei 20 kWh Abwärme zurück gewonnen.
Die dann noch erforderliche geringe Nachheizung erfolgt
durch einzelne Heizkörper; im Wohnzimmer durch
Wandheizflächen mit Lehmputz.
Sämtliche Gebäude aus
unserem Referenzkatalog
können als effi-Klimahaus realisiert werden.
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